Jahresabschluss in Sage 50 (connected): Teil 1 – diese Schritte sollten Sie vor dem Abschluss erledigen
Der Jahresabschluss ist kein „Knopfdruck“ – aber mit einer klaren Reihenfolge wird er deutlich entspannter. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen die typischen Vorbereitungsschritte in Sage 50 / Sage 50 connected (Teil 1): von Abschreibungen über Saldenvorträge bis zur Dateninspektion und dem sauberen Übertrag aus dem Stapel- in den Dialogbereich.
Hinweis:
Der Ablauf ist beispielhaft. Welche Buchungen in Ihrem Mandanten konkret erforderlich sind, stimmen Sie bitte mit Ihrer Steuerberatung ab.
1) Abschreibungen buchen – bevor Sie „weiterdrehen“
Wenn Sie die Anlagenverwaltung nutzen, gehört das Buchen der Abschreibungen zu den ersten Schritten. Die Anlagenverwaltung steht ab Sage 50 Comfort zur Verfügung; in Standard ist sie nur eingeschränkt nutzbar.
Praxis-Tipp:
Abschreibungen werden pro Anlage gebucht – und bewusst nicht „blind automatisch“, weil Rundungen oder übernommene Anlagen abweichen können. Prüfen Sie den Betrag vor dem OK.
2) Privatkonten: Vorgehen klären, dann korrekt behandeln
Gerade bei Privatkonten ist wichtig: erst mit dem Steuerberater klären, wie in Ihrem Fall zu verfahren ist. In Sage 50 erfassen Sie anschließend die abgestimmten Abschlussbuchungen über die Buchungserfassung.
Wenn Sie Saldovorträge/Anfangsbestände nicht übernehmen möchten:
Dann können Sie je Privatkonto eine Sperre setzen – je nach Mandant:
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FIBU-Mandant: „Sperrung Saldovortrag“
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EAR-Mandant: „Sperrung Anfangsbestand“
3) Salden übernehmen – nur, wenn „manuell“ eingestellt ist
Dieser Schritt ist nur nötig, wenn Ihre Saldenübernahme auf „manuell“ steht und Sie ab dem zweiten Wirtschaftsjahr abschließen. Dann führt Sie der Abschlussassistent durch die Saldenübernahme.
4) Saldenvorträge buchen: drei sinnvolle Wege
Für den Start ins neue Jahr müssen Saldenvorträge (bzw. Anfangsbestände im EAR-Mandanten) korrekt stehen. Sage 50 bietet dafür mehrere Varianten:
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Manuell: Konto wählen + Korrekturwert eingeben
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Manuell mit Automatik-Berechnung: Das System berechnet die Differenz zwischen Endsaldo Vorjahr und aktuellem Vortrag (hilfreich, wenn manuelle Änderungen die automatische Übernahme verhindern)
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Automatisch fehlende Korrekturwerte berechnen: Auswahl der betroffenen Konten, System erstellt Buchungen – anschließend prüfen und bei Bedarf Einträge entfernen.
5) Dateninspektion: Pflichtprogramm vor dem Abschluss
Die Dateninspektion prüft Ihren Mandanten auf Konsistenz – und ist ein zentraler Schritt, bevor Sie final abschließen. Wichtig dabei:
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Vorher Datensicherung erstellen (Änderungen sind nach Übernahme nicht rückgängig zu machen)
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Prüflauf starten, Protokoll öffnen, Ergebnisse prüfen und für die Unterlagen aufbewahren
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Für den endgültigen Abschluss müssen die Änderungen i. d. R. übernommen werden (bei Unstimmigkeiten: Support/Partner).
6) Stapel → Dialog: endgültig heißt endgültig
Wenn Sie Buchungen aus dem Stapelbereich in den Dialogbereich übertragen, gilt:
Danach können Buchungen nicht mehr geändert oder gelöscht werden – nur noch stornieren und neu buchen. Eine Rückführung in den Stapel ist nicht möglich.
Merksatz: Ein Jahresabschluss ist erst möglich, wenn keine Stapelbuchungen mehr offen sind.
Mini-Checkliste: Teil 1 in der richtigen Reihenfolge
✅ Abschreibungen in der Anlagenverwaltung gebucht (falls genutzt)
✅ Vorgehen zu Privatkonten abgestimmt, ggf. Sperren gesetzt
✅ Saldenübernahme ausgeführt (nur bei manueller Einstellung)
✅ Saldenvorträge/Anfangsbestände geprüft und gebucht
✅ Dateninspektion inkl. Datensicherung + Protokollprüfung erledigt
✅ Offene Stapelbuchungen sauber in den Dialog überführt
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AriBis GmbH
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